Danach ist alles anders  

„Wenn ich mit meinen Trainer*innen aus der Trainerqualifizierung fertig bin, dann gibt es für sie kein Zurück mehr.“  

Bevor Sie jetzt abgeschreckt meinen Blog verlassen und auf eine andere Website gehen, erlauben Sie mir doch bitte, Ihnen meine Aussage zu erläutern. Sie klingt sicher überraschend. Vielleicht auch abschreckend. Aber sie trifft den Kern dessen, was ich tue.  

Wie meine ich das?  

Nun, wenn sich ein Unternehmen mit seiner Trainergruppe auf meine Trainerqualifizierung einlässt, dann geschieht Folgendes: Gemeinsam mit den Trainer*innen hinterfrage und überprüfe ich alle etablierten Methoden und Verhaltensweisen. Einige nehmen wir mit auf die Reise, aber den größten Teil lassen wir hinter uns .  

Der Weg, den wir durch meine Trainerqualifizierung zusammen gehen, enthält fünf Schritte.

Raus aus der Komfortzone

Schritt 1: Raus aus der Komfortzone!  

Wir starten dort, wo es gemütlich ist: In der Komfortzone der Trainer*innen. Denn die meisten von ihnen wissen in der Regel bereits, wie sie Trainings entwickeln und durchführen können. Dabei greifen sie auf den Pool ihrer bewährten Trainingsmethoden zurück, die sich für sie vertraut anfühlen.  

Doch wir sind nicht zusammengekommen, um in dieser Routine zu bleiben. Im Gegenteil: Wir lassen unsere Komfortzone hinter uns und begeben uns auf unbekanntes Terrain.  

Kopfüber in die Veränderung

Schritt 2: Kopfüber in die Veränderung!  

Auf unserem ersten gemeinsamen Wegabschnitt heißt es, Ballast über Bord zu werfen. Jeder Trainer und jede Trainerin geht in einen persönlichen, tiefgreifenden Veränderungsprozess und wird sich fragen, welche Methoden und Verhaltensweisen er oder sie beibehalten möchte und welche in der alten Komfortzone zurückbleiben können.  

In dieser Phase der Trainerqualifizierung lernen die Trainer*innen eine Fülle an neuen, ungewohnten – vielleicht zum Teil ungewöhnlichen – und kreativen Methoden zur Trainingsgestaltung kennen. Sie vermitteln ihre Trainingsinhalte nicht mehr mit PowerPoint, sondern mithilfe von Flipcharts, Pinnwänden, Bodenpräsentationen und anderen kreativen Ansätzen.  

In dieser Phase passieren zwei interessante Dinge:  

Erstens
Die innere Einstellung der Trainer*innen zu ihren Trainings wandelt sich und die Teilnehmenden und ihr individueller Lernerfolg rücken in den Mittelpunkt.  

Zweitens
Die Trainer*innen entwickeln nach und nach ein völlig neues Selbstverständnis ihrer Rolle und Haltung. Sie verstehen die Wirkung, die sie auf die Teilnehmenden haben und sehen sich stärker als Lernbegleiter und weniger als Wissensvermittler.  

Hier komme ich immer wieder in den Genuss, etwas Beeindruckendes zu erleben: Die schrittweise Entstehung einer neuen Trainerpersönlichkeit, die die eigenen Stärken optimal nutzt.  

Das Ziel im Blick behalten

Schritt 3: Das Ziel im Blick behalten! 

Dieser erste ereignisreiche und spannende Wegabschnitt hat uns zum Gipfel des Übergangs geführt. Wir legen eine Rast ein und genießen die Aussicht. Der Blick auf den Weg, der uns hierhergeführt hat, macht uns stolz: So viel Veränderung haben wir schon gemeinsam gemeistert!  

Der Blick auf den Weg, der noch vor uns liegt, führt bei dem ein oder anderen jedoch zu einem etwas mulmigen Gefühl im Bauch. Denn jetzt kommt der schwerste Wegabschnitt: Die Trainer*innen müssen die Veränderung nachhaltig in ihren Alltag integrieren. Und so manch eine*r kommt hier in Versuchung, sich in die alte Komfortzone zurückzuziehen. An dieser Stelle gilt es also für jeden einzelnen Trainer und jede einzelne Trainerin, durchzuhalten und das angestrebte Ziel konsequent weiterzuverfolgen.  

Nicht nachlassen beim Endspurt

Schritt 4: Nicht nachlassen beim Endspurt!  

Die Trainer*innen sind jetzt optimal ausgerüstet, um hervorragende Trainings zu gestalten und durchzuführen. Doch zurück im Alltag oder anders ausgedrückt: „allein auf weiter Flur“, also ohne das geschützte Umfeld in der Lerngruppe mit den anderen Trainer*innen, ist es natürlich viel schwieriger, das Gelernte umzusetzen.  

Doch genau darum geht es: Um die Integration des neu gelernten Verhaltens in den Trainingsalltag. Jedes auf dieser Wegstrecke durchgeführte Training trägt dazu bei, Erfahrungen zu sammeln und mehr Sicherheit zu gewinnen. Hier haben wir – die Trainingsverantwortlichen des jeweiligen Unternehmens und ich – eine sehr wichtige Aufgabe: Wir geben Sicherheit in einer Phase der Unsicherheit, damit die nachhaltige persönliche Entwicklung auch wirklich gelingt.  

Zurückblicken und den Erfolg feiern

Schritt 5: Zurückblicken und den Erfolg feiern!  

Und erst, wenn das vollständig gelungen ist und es für die Trainer*innen kein Zurück mehr gibt, betrachte ich meine Arbeit als erledigt und wir sind im Ziel angekommen. Und das bedeutet: Wir feiern gemeinsam unseren Erfolg und würdigen die Leistung und das Durchhaltevermögen jedes einzelnen Trainers. 

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